• Antragssumme 5.000,00 €

Ambulantes Ethikkomitee Bochum e.V.

Beschreibung

Behandlung im Voraus Planen (BVP) ist ein Projekt des ambulanten Ethikkomitees Bochum e.V (AEB). Es unterstützt Menschen aus stationären Einrichtungen der Pflege und Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung, Behandlungswünsche festzulegen für Situationen, in denen sie entscheidungsunfähig sind. Damit die Patientenverfügungen wirksam werden, ist die Vernetzung von Pflege, Medizin, Betreuern, Krankenhäusern und Wohlfahrtsverbänden erforderlich. Sondierungsgespräche und Netzwerktreffen bedürfen der professionellen Unterstützung.

Das Ambulante Ethikkomitee Bochum e.V. (AEB) setzt sich für die Selbstbestimmung von Menschen ein, die sich in gesundheitlichen Krisen nicht äußern können. Neben dem Angebot zu ethischen Fallgesprächen sollen Bewohner von Bochumer Einrichtungen der stationären Pflege und der Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit bekommen, begleitet durch ausgebildete Gesprächsbegleiter ihre Behandlungswünsche zu dokumentieren für gesundheitliche Krisen, in denen sie nicht entscheidungsfähig sind. Das Konzept beruht auf den Richtlinien von „Behandlung im Voraus Planen“ (BVP) und beruft sich auf internationale Erfahrungen des "advance care planning" u.a. aus den USA (respecting choices). Vorreiter in Dtld. kommen aus der Palliativmedizin (Prof.Nauck), der Allgemeinmedizin (Prof.i.d.Schmitten) und der Medizinethik (Prof Marckmann).  BVP wird im St. Anna Stift, St. Franziskus Seniorenzentrum, Jochen Klepper Haus,  Elsa Brandström Haus, Wichernheim, Buchenhof, der Einrichtung der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen an der Wischermühlenstrasse und der Onkologie der Augusta Kliniken bereits eingeführt. Patientenverfügungen sind häufig nicht zur Hand und werden nicht beachtet. Ein Element von BVP ist die Vernetzung der Entscheidungsträger im Gesundheitswesen einer Region. In Bochum sollten Einrichtungen der stationären Pflege einheitliche Vorsorgedokumente haben, mit denen Angehörige, Betreuer, Pflegende, Ärzte und Krankenhäuser vertraut sind. Nur so können sie eine wirksame Arbeitsgrundlage für die Therapiezielfindung im Falle der Entscheidungsunfähigkeit sein. Die strukturellen Voraussetzungen und Kommunikationswege müssen zwischen den verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen erarbeitet werden. Das Hospiz- und Palliativgesetz sieht vor, den Bewohnern stationärer Einrichtungen der Pflege die Beratung zur gesundheitlichen Vorsorgeplanung anzubieten. Die Umsetzung ist seit Jahren nicht erfolgt und die Koordination und Vernetzung in einer Region ist nicht explizit vorgesehen in der Finanzierung. Die regionale Implementierung in Bochum erfordert Netzwerktreffen, Öffentlichkeitsarbeit und Sondierungsgespräche, bei der das AEB die professionelle Unterstützung eines Organisationsentwicklers und Coaches benötigt.    

Bilder


Antragsteller

Ambulantes Ethikkomitee Bochum e.V.
Am Heerbusch 3

Antragssumme

5.000,00 €

VR-Förderprogramm

Mit dem VR-Förderprogramm unterstützt die Volksbank Bochum Witten eG Vereine und gemeinnützige Projekte vor Ort.


VR-Förderprogramm
Volksbank Bochum Witten eG
Universitätsstraße 70
44789 Bochum

Telefon: 0234 3334999
E-Mail: Aktivieren Sie JavaScript um den geschützten Inhalt zu sehen.